Das war die

Borneo Regenwaldexpedition
März 2018

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0 AbenteurerInnen
auf einer Expedition
0 Tage
Abenteuer
bis zu 0 kg
Gepäck

Das stand am Programm:

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Tag Programm
 1  Treffen in Kuching, Besuch beim Schmied, Fahrt nach Sibu
2  Fahrt von Sibu zum Dorf über Kapit
3-4 Akklimatisierung im Dorf und erste Urwaldwanderung
5-11 Expedition im Urwald
12 Rückkehr ins Dorf, Dorfleben
13 Zurück in Kapit
14 Fischmarkt Sibu, zurück nach Kuching

Unsere Reise:

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Erschöpft und glücklich: So sind wir heute in einem malerischen Dorf im Regenwald Borneos angekommen. In den letzten 24 Stunden haben wir insgesamt ca. 830 km mit Bus, Boot und Pick-up Truck zurückgelegt. Nach einer schlaflosen Nacht im Bus – wer will schon schlafen, wenn die meiste Zeit gelacht wird – ging es mit dem Expressboot den Rajang River hinauf, wo am vereinbarten Treffpunkt schon zwei Einheimische mit ihren Pick-up Trucks auf uns warteten. Den letzten Abschnitt legten wir in brütender Mittagshitze über staubige Schotterpisten zurück, die sich gegen Ende während eines tropischen Regengusses in ein Schlammloch verwandelten. Mitten in der Nacht stand uns zum Abschluss noch eine aufregende Flussüberquerung bevor, bei dem der Teil unseres Gepäcks, der im Fußraum gelagert war, durchnässt wurde. Als wir endlich angekommen waren, genossen wir frisches Wildschwein à la Orang Ulu und konnten uns im Haus des Headmans ausruhen.

Es ist soweit: Wir brechen auf in die Wildnis! Nachdem uns gestern ein heftiger Regenguss und die Gefahr einer Flashflood noch einen Tag im Dorf beschert hat, geht es jetzt endlich in kleinen Booten weiter flussaufwärts. Immer wieder müssen wir aus den wackeligen Booten springen und sie über Stromschnellen ziehen. Irgendwann wird es endgültig zu seicht und von da an geht es nur noch zu Fuß weiter. Mit durchschnittlich 20kg Gepäck auf dem Rücken schlagen wir uns durch das Dickicht und kreuzen immer wieder den Fluss. An einer Stelle wird das Wasser sogar so tief, dass wir die Rucksäcke überkopf tragen müssen. Endlich an unserem Lagerplatz angekommen, bauen wir so schnell es geht unser Lager auf. Kaum stehen unsere Tarps, macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre und beschert uns noch einmal einen zwar warmen, aber nassen Gruß von oben. Voller Vorfreude und mit einem bisschen mulmigen Gefühl legen wir uns in unsere Hängematten. Was uns wohl noch so erwartet?

Nachdem wir am folgenden Tag unser Lager befestigt und die nähere Umgebung erkundet haben, haben wir nun ein Ziel vor Augen. Unsere einheimischen Guides wollen uns auf den Gipfel eines der höchsten Berge in der Umgebung führen – dem Bukit Pening-Uh. Voller Tatendrang starten wir, mehrmals Flüsse und einem steilen Abhang querend, in Richtung einer alten Holzfällerstraße, die inzwischen vollständig zugewuchert ist. Dort geht es in der sengenden Sonne mehrere Stunden durch überkopfhohe Farne, die einen zwingen, bei jedem Schritt die Füße weit anzuheben. Als die Sonne langsam an Höhe verliert und unsere Guides anfangen, sich zu beraten wird klar: auf den Gipfel kommen wir heute nicht mehr. Wir kehren um. Trotz schnelleren Tempos auf dem Rückweg schaffen wir es nicht mehr vor Sonnenuntergang ins Camp und müssen das letzte Stück im Schein unserer Stirnlampen zurücklegen. Auch wenn wir es nicht zu unserem Ziel geschafft haben, haben wir viel gesehen und sind guter Dinge wieder im Camp angekommen.

Auf unserer gestrigen Tour sind wir nicht all zuweit von unserem Camp entfernt an einem Wasserfall vorbeigekommen – ein lohnendes Ziel für unseren Badetag! Wir starten vom Camp flussaufwärts, waten durch Untiefen und nutzen so oft es geht die Autobahnen des Urwalds (auf umgestürzten Baumstämmen im Fluss kommt man am schnellsten voran). Das letzte Stück zum Wasserfall müssen wir gegen die Strömung schwimmen und sind doch froh um die wenigen großen Brocken unter der Wasseroberfläche, an denen wir uns kurz ausruhen können. Dort angekommen, klettern wir über große Felsblöcke, um in den natürlichen Infinity-Pool zu gelangen. Am späten Nachmittag machen wir uns bei magischem Abendlicht auf den Heimweg. Zurück im Camp liegen wir noch lange am Fluss, beobachten die in ihre Nester zurückfliegenden Hornbills und später den kreisrunden Vollmond, der langsam aus dem Regenwald aufsteigt.

Nachdem wir gestern dem großen Fluss gefolgt sind, geht es heute einem kleinen Seitenarm entlang nach oben. Das zu Beginn recht breite Bachbett wird schnell unwegsam und wir müssen über nasse Felsstufen klettern. Mehr als einmal führt der einfachste Weg über einen rutschigen Baumstamm. Bei der Mittagsrast beschließen wir nicht über den Bach zurückzugehen, sondern entscheiden uns für die Route durch den Wald. Weil unser Camp tiefer liegt, überrascht es uns dann doch, dass uns unsere einheimischen Guides erstmal steil nach oben führen. Schnell wird klar, dass diese Route nur mit der Trittsicherheit und der Geschwindigkeit unserer Guides eine Abkürzung ist. Wir sind dann doch etwas langsamer. Trotzdem hat sich der Weg über die Hügel gelohnt, kommen wir doch an einer beeindruckenden parasitären Pflanze, einer Würgefeige, vorbei. Zurück im Lager erfrischen wir uns mit einem Sprung ins kühle Nass und lassen diesen herrlichen Tag auf den von der Sonne noch warmen Steinen ausklingen.

Am vorletzten Tag teilen wir uns auf. Während ein Teil der Gruppe ein letztes Mal die einmalige Atmosphäre unseres Lagerplatzes genießen will, fasst der Rest noch einmal den Bukit Pening-Uh ins Auge. Frühmorgens machen wir uns auf den Weg und schon am frühen Nachmittag kommen wir an dem Punkt an, an dem wir das letzte Mal umgekehrt sind. Nach einer kurzen Rast fragen wir unsere Guides wie weit es denn noch sei. Nachdem Baku meint, ein kleines Stück noch und seinen Rucksack liegen lässt, tun wir es ihm gleich und rechnen mit maximal einer halben Stunde. Der Aufstieg führt uns anschließend noch 2 Stunden durch einen blutegelverseuchten Märchenwald, an Nestern wilder Bienen und Erdwespen und einem Wildschweinbau vorbei. Weiter oben ändert sich schließlich die Vegetation: Alles ist mit Moos überzogen, der Wald wird zum Dickicht und wir finden sogar einige fleischfressende Pflanzen. Am Gipfel angekommen sind wir stolz es doch noch geschafft zu haben, gönnen uns eine kleine Rast und machen uns mit einem kleinen Glücksgefühl im Bauch an den Abstieg. Auf den letzten Metern brauchen wir dann doch noch unsere Stirnlampen und kommen gerade rechtzeitig zum Abendessen wieder im Camp an.

Nachdem wir unser gesamtes Lager wieder in unseren Rucksäcken verpackt haben, machen wir uns auf den Weg zurück zum Dorf. Dort angekommen, verteilt sich unser gesamtes Gepäck zum Trocknen über die Veranda. Nach einem letzten auf Wiedersehen mit den Dorfbewohnern laden wir unser Gepäck in die Pick-up Trucks und starten in den Sonnenuntergang. Nach einer durchwachten Nacht verpassen wir beinahe unser Linienboot zurück nach Kapit, wo wir einen Abstecher auf den lokalen Markt machen. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Sibu, von wo wir den Rest des Weges nach Kuching bei bestem Wetter auf einem Expressboot übers Meer zurücklegen. Abschließend lassen wir unser Abenteuer bei einem Bierchen ausklingen und planen die letzten gemeinsamen Tage vor unseren Heimflügen.

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