Das war unsere

Scouting Tour
Kamtschatka – Cape Afrika
Sommer 2021

divider-ornamental-banner
0 Menschen
waren vor uns dort
ca. 0 Kilometer
zurückgelegte Strecke
0 Bären
gesichtet

Das sagen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Ich war bei der Husky-Tour dabei und es war einfach eines der geilsten Erlebnisse bisher. Es wurde sich super um uns gekümmert und die Zusammenarbeit mit den Hunden hat einen immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt! Wärend der Tour habe ich auch neue Freundschaften geschlossen, die über Ländergrenzen hinaus gehen.

    Niklas Husky Expedition 2018
  • Die Huskyexpedition war ein geniales Erlebnis! Es ist toll, mit den Hunden zu einem Team zusammenzuwachsen und am Schluss nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Charaktere zu kennen. Eine super (Menschen)-Gruppe, ein souveräner Expeditionsleiter (danke Dennis!) und schönes Wetter haben die gemeinsame Zeit perfekt gemacht.

    Sophia Husky Expedition 2018
  • Mit den Hunden durch die Eiswüste Russlands zu fahren war einfach atemberaubend und intensiv. Man wächst so mit ihnen zusammen, wir sind ein Team und eine kleine Familie. Dennis und Kosta haben unsere Gruppe grandios geleitet - Vielen Dank für diese unbezahlbare Erfahrung!

    Selin Husky Expedition 2018

Kamtschatka Cape Africa

divider-ornamental

Trekking im fernen Osten Russlands

Das Scouting-Abenteuer auf Kamtschatka

Das Expeditionsgebiet war die kleine Halbinsel Kamtschatsk. Ausgangsort der Expedition und damit Basislager wurde Ust-Kamtschatsk. Diese Stadt, welche stark an die vergangenen Sowjet-Zeiten erinnert, liegt etwa 700 Kilometer von der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatka (kurz: Petro) entfernt. Der Expeditionsplan war es, die Halbinsel zunächst zu durchqueren und anschließend zu umrunden, sowie unserem Botaniker im Team die Möglichkeit zur Untersuchung interessanter Stellen zu geben. Markante Anhaltspunkte auf der Route waren unter anderem ein Wasserfall, das Cape Africa mit dem dort liegenden Militärstützpunkt und Leuchtturm sowie das Cape Kamtschatsk.

Wir wissen von bisher zwei bestätigten Expeditionsteams, welche diese Route gegangen sind. Das erste Team startete 2017 mit 15 Personen, das zweite Team ein Jahr später mit drei Personen. Beide Gruppen hatten mit dem unangenehmen Wetter an der Küste zu kämpfen und mit anspruchsvollen Flussüberquerungen.

Das Team und die Vorbereitung

Unsere sechs-köpfige Scouting-Crew, welche sich als erstes FernWind-Team dieser Herausforderung stellt, bestand aus Dennis, einem Einheimischer aus Ust-Kamtschatsk, welcher diese Route bereits 2017 gelaufen ist, sowie aus Valdimir, unserem botanischen Wissenschaftler, Martin Kaiser, als Organisator und Expeditionsleiter und drei tapferen Teilnehmern. Florian, Freddy, und Thomas. Zusätzlich wurde unser Team von „Han“ unterstützt, dem treuen Hund von Dennis, welcher uns nützlich gegenüber den Bären war. Gemeinsam versuchten wir die Wildnis Kamtschatkas zu bändigen. Nach dem Abpacken und Aufteilen der Essensvorräte in der Hauptstadt Petro waren wir bereit für unser Abenteuer.

Das Abenteuer beginnt

Die sehr lange Fahrt nach Ust-Kamtschatsk führte durch ein militärisches Schutzgebiet. Mit wenig Schlaf dank einer kurzen Nacht wurden wir am nächsten Tag in der Wildnis ausgesetzt. Weiter konnte unser Expeditionsfahrzeug nicht mehr fahren. Von nun an setzten wir die Reise zu Fuß Richtung Meer fort. Unseren Weg durch die hügelige, grüne und berührte Natur zeigte uns eine Panzerstraße, welche allerdings bereits viele Jahre nicht mehr befahren wurde. Wir verbrachten eine Nacht in der Mitte der Halbinsel und erreichten am zweiten Tag der Expedition die Bering See.

Nach einem Halbtagesausflug zu einem Wasserfall, setzten wir am dritten Tag unseren Weg Richtung Cape Africa an der Küste entlang fort. Dort befindet sich ein ehemaliger Leuchtturm und eine besetzte Basis des russischen Militärs. Trotz anfänglicher Skepsis und Vorsicht wurden wir freundlich empfangen und erhielten eine Führung durch die Gebäude. An der Spitze des Cape Africa trifft die Bering See auf den Pazifik. Insgesamt ein sehr skurriler Ort, welchen noch nicht viele Menschen auf dieser Erde erlebt haben.

Vom Cape Afrika Richtung Cape Kamtschatsk

Unsere Route führte weiter zur „Teufelsmühle“. An dieser Landzunge steigt das Wasser auch bei Ebbe weit zu den Felsen herauf. Wir mussten unseren Weg teilweise in die Felsen und Böschungen verlagern, um nicht von den Wellen erfasst zu werden. Die Nacht verbrachten wir wieder auf einem breiten und sicheren Sandstrand direkt am Meer. Beim offenen Lagerfeuer und gutem Expeditionsessen verarbeiteten wir die zahlreichen Eindrücke. Die Expeditionstage zehrten etwas an unseren Kraftreserven. Das Wandern auf dem sandigen und weichen Untergrund stellte eine ungewöhnliche Belastung für die Muskulatur dar. Auch die vielen Flussüberquerungen auf unserem Weg forderten immer wieder höchste Konzentration. Das schöne Wetter und die gute Stimmung im Expeditionsteam machten die Anstrengungen allerdings zu einem Erlebnis.

An den darauffolgenden Tagen setzten wir unseren Weg weiter Richtung Cape Kamtschatsk fort. Dort waren die für Vladimir interessanten Orte für die Untersuchung der Botanik. Seine zehnjährige Forschung auf Kamtschatka verbrachte er meist in den inländischen Gebieten. Unsere Expedition ermöglichte es ihm nun Vergleiche mit der Pflanzenvielfalt und den Wachstumsraten in den Küstengebieten zu ziehen. Zumal es in dieser Gegend überhaupt noch keine Erhebung von botanischen Daten gibt.

Abschluss der Halbinselrunde

Neben den interessanten Stellen von Vladimir passierten wir zahlreiche weitere faszinierende Orte. Dazu zählt z.B. eine verlassene Militärbasis der Sowjetunion, welche nun Stück für Stück von der Natur zurückerobert wird. Sowie zahlreiche wunderschöne Buchten und Flussmündungen. Da die Flüsse auf der Halbinsel reich an Fisch sind, sind auch die Bären nicht weit entfernt. Auf unserer Expedition traten wir mit ungefähr acht Bären in Kontakt. Alle Begegnungen verliefen friedlich und ermöglichten uns in sicherer Entfernung die faszinierenden Wesen zu beobachten.

An unserem letzten Camp am Strand erlebten wir den Sonnenuntergang direkt vor uns. Mit diesem wunderschönen Moment vor Augen konnten wir die Tage in der Wildnis gut verarbeiten und auf eine gelungene und erfolgreiche Expedition ohne Verletzungen zurückblicken, ehe es am nächsten Tag wieder in die Zivilisation nach Ust-Kamtschatsk ging.

Vulkane, Quellen und Rückreise

In der verbleibenden Zeit auf Kamtschatka machten wir Wanderungen im Tal der Giganten. Neben dem aktiven Vulkan Tolbatschik und dem „Toten Wald“ kann man in diesem Gebiet sehr junge Lavaströme aus den Jahren 2012/13 begutachten. Es war eine sehr spannende Erfahrung, die Lavafelder mit ihren Höhlen und einzigartigen Formen zu entdecken.
Nach diesem Ausflug verbrachten wir noch zwei Tage in dem kleinen Dorf Esso. Dort lernten wir im Besuchszentrum viel über die Kultur der Nomadenfamilien auf Kamtschatka. Bei einem entspannenden Bad in den thermalen Quellen in Esso ließen sich die anstrengenden Strapazen der Expedition schnell vergessen und die schönen Erinnerungen abspeichern.

Die Rückreise nach Petro verlief ebenfalls reibungslos, sodass wir alle gesund und mit zahlreichen neuen Eindrücken die Rückreise nach Deutschland antreten konnten. Vielen Dank an das Expeditionsteam! Wir gehören nun zum auserwählten Kreis von 21 Personen, welche die Umrundung der Halbinsel Kamtschatsk auf Kamtschatka bestritten haben.

Text von Martin Kaiser

Das sind unsere Abenteuer:

Husky Tour

mit Hunden durch Russland

Nordkaukasus

Historische Trekkingexpedition

Norwegen

Paddeln auf den Lofoten

Kamtschatka

Bären und Vulkane

Norwegen

Trekking in der Hardangervidda

×

Wir beantworten deine Fragen.

×