Das war unsere

Trekkingexpedition
in Armenien
Sommer 2022

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0 AbenteurerInnen
unterwegs
0 Kilometer
unbekannte Route
0
Expeditionshund

Das sagen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Ich war bei der Husky-Tour dabei und es war einfach eines der geilsten Erlebnisse bisher. Es wurde sich super um uns gekümmert und die Zusammenarbeit mit den Hunden hat einen immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt! Wärend der Tour habe ich auch neue Freundschaften geschlossen, die über Ländergrenzen hinaus gehen.

    Niklas Husky Expedition 2018
  • Mit den Hunden durch die Eiswüste Russlands zu fahren war einfach atemberaubend und intensiv. Man wächst so mit ihnen zusammen, wir sind ein Team und eine kleine Familie. Dennis und Kosta haben unsere Gruppe grandios geleitet - Vielen Dank für diese unbezahlbare Erfahrung!

    Selin Husky Expedition 2018
  • Die Huskyexpedition war ein geniales Erlebnis! Es ist toll, mit den Hunden zu einem Team zusammenzuwachsen und am Schluss nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Charaktere zu kennen. Eine super (Menschen)-Gruppe, ein souveräner Expeditionsleiter (danke Dennis!) und schönes Wetter haben die gemeinsame Zeit perfekt gemacht.

    Sophia Husky Expedition 2018

Scouting Expedition 2022

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Erkundungstour in Armenien

Vorbereitungen

Die ersten Gedanken, die ich hatte, als letzten Endes das Reiseziel Armenien feststand, waren: „Ich habe keine Ahnung, wo dieses Land genau liegt“. „Ich kenne wirklich absolut niemanden, der schon mal dort war“. Und „Was gibt’s denn da überhaupt zu sehen?“

Und wenn man dann versucht, ein bisschen weiter nachzuforschen, bekommt man auch nicht wirklich viele Antworten auf die Fragen. Nach einem Blick ins FernWind Info Dokument ist die Lage schließlich klar: mitten zwischen Georgien im Norden, der Türkei, dem Iran und Aserbaidschan. Politische und geschichtliche Aspekte können auch schnell geklärt werden. Aber wer sind die Menschen in Armenien und wie lebt es sich da? Was sind die schönsten Orte und wo muss man unbedingt gewesen sein?

Den vorhandenen und nichtvorhandenen Information zum Trotz – letztendlich erkundet man das Land ja sowieso am besten direkt vor Ort und mit dem Expeditionsteam von FernWind. Also bricht eine kleine, siebenköpfige Gruppe auf zur Erkundung Armeniens. Ich reise, genau wie das FernWind-Organisationsteam etwas früher an, um Vorbereitungen für das Trekking zu treffen. Einkaufen, Abstimmungen mit den lokalen Guides und Aufteilung des vorbereiteten Essens stehen auf dem Programm.

Eintauchen in Armenien

Dann machen wir eine kleine Erkundungstour durch Yerevan, der Hauptstadt Armeniens und besuchen das erste armenische Restaurant. Absolutes Highlight sind die Livemusik und das wirklich köstliche Essen! Dabei werden wir von dem armenischen Service etwas überfordert, der die Teller auch mal ungefragt abräumt und einen neuen, sauberen Teller stattdessen vor Dir platziert – es werden teilweise sogar, während dem Essen die Teller getauscht, wobei das Stück Fleisch direkt vom alten auf dem neuen Teller landet.

Für den Start der sechstägigen Trekkingtour sind wir jetzt gestärkt und können mit vollgepackten Rucksäcken starten! Ziel ist es, eine neue Route in den Dilidschan-Bergen zu erkunden. So lange Trekkingtouren macht man nämlich gewöhnlich in Armenien nicht. Hier wird höchstens mal für ein bis zwei Tage gewandert. Umso gespannter sind wir, ob wir den unbekannten, mittleren Teil unserer Route auch so bewältigen können wie erhofft und eine entscheidende Frage wird vor allem noch, ob wir genug Wasserquellen finden. Zur Sicherheit trägt jeder drei bis fünf Liter Wasser im Rucksack- man weiß ja nie…

Das Abenteuer beginnt

Sind wir in Yerevan vor Hitze und Sonne nur so eingegangen, erwartet uns jetzt in den Bergen völliger Nebel und Regen. Der Schlamm der Wege macht unsere Schuhe gefühlte fünf Kilogramm schwerer und am Ende des ersten Tages haben eigentlich alle Wanderschuhe ihr Limit überschritten – und wir nasse Füße. Das erste Nachtlager wird spontan in einer verlassenen alten Steinkirche aufgebaut- so bleibt zumindest das Zelt mehr oder weniger trocken. Auch die nächsten Tage hält der Wetterbericht sein Versprechen von Sonnenschein nicht, und wir wandern weiter mit sehr wenig Sicht. So werden aus halben Brücken bei der Flussüberquerung provisorische Überwege gebaut und es wird selbstgebrannter Wodka und Käse bei Einheimischen probiert – hier erlangt der Begriff „Teeeinladung“ eine ganz neue Bedeutung. Hütehunde werden in Gruppenhunde verwandelt und Klogänge zum richtigen Abenteuer, wenn der Nebel die gesamte Gruppe einfach verschluckt und man den Weg zurück kaum mehr findet.

Am dritten Abend kommt dann im Camp aber doch nochmal die Sonne raus und wir staunen nicht schlecht, als uns der Blick auf das Dilidschan Tal und die Klippen gewährt wird! Sogar bis zum Ararat- den in der Türkei liegenden, aber für die Armenier heiligen und als Nationalberg angesehenen 5000 Meter hohen Berg, kann man sehen. Die Nächte dort verbringt der eine schlafend (Ohrenstöpsel sindFür den Start der sechstägigen Trekkingtour sind wir jetzt gestärkt und können mit vollgepackten Rucksäcken starten! Ziel ist es, eine neue Route in den Dilidschan-Bergen zu erkunden. So lange Trekkingtouren macht man nämlich gewöhnlich in Armenien nicht. Hier wird höchstens mal für ein bis zwei Tage gewandert.

Fernab der Zivilisation

Umso gespannter sind wir, ob wir den unbekannten, mittleren Teil unserer Route auch so bewältigen können wie erhofft und eine entscheidende Frage wird vor allem noch, ob wir genug Wasserquellen finden. Zur Sicherheit trägt jeder drei bis fünf Liter Wasser im Rucksack- man weiß ja nie… scheinbar jeden Cent wert) der andere angsterfüllt im Zelt. Bei donnerndem Gewitter und Sturm; Kuhherden zwischen den Zelten und galoppierenden Pferdeherden lässt sich dann doch kein geruhsamer Schlaf finden. Aber am Morgen danach, wandern dann alle mit einem Grinsen im Gesicht und strahlenden Augen weiter. Denn alle Wolken sind verflogen und bei blaustem Himmel und Sonnenschein geht es zu unserem letzten Übernachtungsplatz.

Eigentlich könnte man jede Minute stehenbleiben und diese großartige Natur genießen! Das Klackern der Wanderstöcke und das eigene Geschnatter der Gruppe sind die einzigen Geräusche, die diese wunderbare Stille durchbrechen. Der Einblick in die Zivilisation beim Besuch des Haghartsin Klosters aus dem 10 Jahrhundert lässt uns fast alle nochmal glücklich in die Ruhe und Stille unseres Zeltcamps zurückkehren, denn wir sind etwas überfordert von den vielen Menschen.

Der letzte Tag ist dann auch schon angebrochen und nachdem uns der Weg nochmal berghoch und über einen Pass geführt hat, gehen wir bis nach Dilidschan, wo wir wieder abgeholt werden und der Bus uns zielstrebig zum nächsten Supermarkt und schlussendlich zum Hotel mit der heißersehnten Dusche und den sauberen Klamotten fährt.

Ein Blick zurück

Fazit: Expedition Armenien 2022 erfolgreich abgeschlossen. Vom Nebel ein wenig überrascht, aber doch dankbar für die kühle Wasserwolke, konnten wir die noch nie begangene Route bestreiten, Klippen überwinden und Wasserquellen finden. Ausführliche Informationen dazu gibt es im Expeditionsbericht, den wir euch hier kostenlos zum Download zur Verfügung stellen.

Tipp für alle, die am Ende des Treks einen leichteren Rucksack wollen: immer schön als erste/r das Essen loswerden, indem man in den Pausen z. B. schwere Nussmischungen großzügig in der Gruppe verteilt und schmackhaft macht! 😉

Besteigung des Aragatz

Natürlich bleibt auch noch Zeit, um die kulturelle Seite Armeniens besser kennenzulernen und die nächsten Tage werden mit Besuchen vom berühmten Garni-Tempel und dem Geghard-Kloster gefüllt. Auch eine Citytour in Yerewan und eine Weintour stehen am Programm.

Eine Sache darf aber dann doch nicht fehlen in dieser abenteuerlichen Gruppe. Und zwar die Besteigung des Aragatz – des höchsten Berg Armeniens mit seinen 4 Gipfeln und den knapp über 4000 Höhenmetern. Nicht zu verwechseln mit dem Ararat in der Türkei. Wir besteigen zwei der vier Gipfel – den südlichen (3879hm) und den westlichen mit 4001hm.

Habe ich erwähnt, dass der Nebel wirklich hartnäckig ist? Selbst hier oben macht er sich breit und verwehrt uns die Sicht ins Tal. Aber die Gipfel werden dann doch mit Bravour erreicht und der Weg zurück macht dann alles wieder wett – denn hier überrascht uns das Wetter erneut mit Sonnenschein anstatt dem vorhergesagtem Gewitter.

Und dann hört man es nur noch jauchzen und lachen- denn die Schneefelder eignen sich perfekt zum Runterrutschen (der Rucksack wird kurzerhand zum Schlitten) oder Runtersliden (so werden aus halben Brücken bei der Flussüberquerung provisorische Überwege gebaut und es wird selbstgebrannter Wodka und Käse bei Einheimischen probierte Wanderschuhe werden zu Schiern). Ein absoluter Highlighttag!

Abschied

Und zum Schluss können wir festhalten: was für eine fantastische Zeit! Armenien hält eine Menge Überraschungen für einen bereit und die Landschaft und auch die Kultur sind unumgänglich und unendlich. Das Essen hat seinen ganz eigenen Stil, mit einem Hauch aus der russischem und persischen Küche und die Nationalfrucht, die süße Aprikose, werden wir wohl alle vermissen. Auch die freundlichen Armenier, die nachts die Stadt füllen um bei den vielen bunt leuchtenden Wasserfontänen und klassischer Musik zusammenkommen, sind ein herzliches Volk. Die Sprache allerdings, wird wohl niemals jemand von uns erlernen. Selbst ein einfaches „Danke“ wird zum Zungenbrecher – aber die gemeinsame Zeit werden wir alle sehr in Erinnerung behalten!

Text von Maren mit Unterstützung von Lena Goßens

Expeditionsbericht von Lena Goßens

Maren in Armenien

Das sind unsere Abenteuer:

Husky Tour

mit Hunden durch Russland

Nordkaukasus

Historische Trekkingexpedition

Norwegen

Paddeln auf den Lofoten

Kamtschatka

Bären und Vulkane

Norwegen

Trekking in der Hardangervidda

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